Antioxidantien – Der Schutzengel im Körper

Viele unserer Zivilisationskrankheiten rühren daher, dass wir chronische (dauerhafte) Entzündungen im Körper haben.

Und diese nur unzureichend bekämpfen, wegen unserer Ernährungsweise.

Die typische Ernährung eines Menschen in der westlichen Welt hat oft einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, kurzen Kohlehydraten und wenig Ballaststoffen.

Das alles fördert die Bildung von freien Radikalen, auf die wir später näher eingehen werden.

Zusammen mit wenig Bewegung legen wir so ideale Voraussetzungen für Entzündungen im Körper.

Aber das muss nicht sein. Die Natur hat uns ein Gegenmittel dafür gegeben – es nennt sich Antioxidans.

Dieser Artikel soll zeigen wie freie Radikale arbeiten, was Antioxidantien dagegen tun und wie wir selbst kostengünstig und einfach Antioxidantien in die Ernährung einbauen können.

1. Was machen freie Radikale und wie entstehen sie?

Kurz gesagt greifen freie Radikale – sofern nicht genügend Antioxidantien vorhanden – die gesunden Zellen im Körper an.

Sie schwirren im Körper umher und sind ständig auf der Suche nach einem Elektron. Aus diesem Grund haben sie den Namen „Radikale“. Denn ihnen ist jedes Elektron recht, solange es den Zweck erfüllt.

Sehr zum Nachsehen der restlichen Zellen.

Dieses Verhalten der freien Radikale in dem sie Elektronen „klauen“ ist als oxidativer Stress bekannt, der mit vielen negativen Wirkungen einhergeht.

Am besten kann man diesen Prozess beim Eisen und Rost beobachten. Bekommt das Eisenstück keine Pflege, ist es hilflos dem oxidativen Stress ausgeliefert. Und fängt an zu rosten, weil das Radikal Elektronen entfernt und die Eisenverbindung dadurch schwach wird.

Zurück zum menschlichen Körper. Die häufigsten Schäden von oxidativen Stress sind:

  • Verringerte Funktion der Zelle oder gar Zelltod (z. B. vorzeitiges Altern)
  • Begünstigung von Zellteilungen (z.B. Krebs)
  • Erhöhte Produktion von Eiweißen im Körper (bringt Säure/Basen Haushalt aus den Gleichgewicht)
  • Tod der Zellrezeptoren, die wichtige Signalfunktionen im Körper erfüllen (Insulin-Wirkung wird eingeschränkt, erhöhtes Diabetes Risiko)

Diese Auswirkungen provozieren wir in erster Linie durch unseren heutigen Lebensstil.

  • Industrielle Nahrung mit viel Zucker, Fett und Zusätzen (Farbstoffen etc.)
  • Rauchen
  • Alkohol-Konsum
  • Verschmutzte Stadtluft (Das in Abgasen vorkommende Stickstoffmonoxid ist höchst radikal)
  • Erhöhte radioaktive Strahlung (Flugzeugreisen, GAUs in AKWs)

2. Der Gegenspieler der Radikale – das Antioxidans

Glücklicherweise sind wir im Angesicht des freien Radikales nicht vollkommen hilflos. Wir haben sogar einen sehr starken Partner an unserer Seite.

Antioxidantien schaffen es nämlich, die schädliche Wirkung von Radikalen komplett aufzuheben.

Sie haben nämlich immer ein Elektron übrig und sind bereit es an den Nächstbesten – freie Radikale – abzugeben.

Demzufolge attackieren die freien Radikale nicht die gesunden Zellen, sondern greifen sich schlichtweg ein überschüssiges Elektron der Antioxidantien.

Aber werden Antioxidantien nicht selbst zum freien Radikal, wenn sie ein Elektron verlieren?

Nein, werden sie nicht.

Sie sind zwar kurzzeitig wirklich radikal, doch werden von anderen Antioxidantien wieder in die Ursprungsform versetzt.

Damit gibt es nichts zu befürchten.

3. Mit welchen Lebensmitteln wir uns vor freien Radikalen schützen können

Wie erwähnt haben wir von der Natur bereits ein breit gefächertes Arsenal an Lebensmitteln, die alle samt sehr hohe Level an Antioxidantien besitzen.

Allerdings ist es auch ein Trugschluss zu meinen, dass wir einzig das Lebensmittel mit dem höchsten Antioxidans-Gehalt essen müssen – es ist die Goji Beere – damit jedes Problem gelöst ist.

Antioxidantien sind vielfältig und umfassen die Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Spurenelemente.

Deswegen ist die folgende Liste nicht immer nach dem höchsten Gehalt sortiert, sondern soll ein möglichst komplettes Antioxidantien-Profil abdecken.

  1. Blattgemüse (Feldsalate, Eisberg-Salate)
  2. Gemüse (Bohnen jeglicher Art, Artischocken, Kartoffeln)
  3. Früchte (Äpfel, Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Goji-Beeren)
  4. Samen, Kerne und Nüsse (Walnüsse, Leinsamen, Sonnenblumenkerne)
  5. Gewürze (Zimt, Kakao entfettet, Oregano, Basilikum, Ingwer)

Abschließend bedenken wir bei dieser Liste die Verfügbarkeit der einzelnen Lebensmittel sowie deren Preis.

Sie soll es ermöglichen Antioxidantien unkompliziert in die Ernährung einzubauen und das alles zum kleinen Preis.

Das Thema Zellgesundheit geht schließlich jeden etwas an.